Die Geschichte der viereggigen Taschen begann mit der Bitte einer guten Freundin. Diese suchte nämlich für ihren Sohn ein Weihnachtsgeschenk und fragte mich, ob ich nicht eine gute Idee für eine Laptoptasche für ihn hätte. Sie sollte irgendwie anders sein, als die üblichen Neopren- oder Filztaschen und dürfte gerne so einen Shabby-chic-Charme mitbringen und ein bißchen verlebt aussehen.

Wie es der Zufall so wollte, war mein lieber Mann gerade an diesem Tag beim örtlichen Förster, um uns im Wald einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Nachmittags kam er mit der geplanten Beute heim – und hatte einen hohen Preis dafür gezahlt. Beim Verladen des Weihnachtsbaumes blieb ein Ast in seiner uralten und nach vielen Jahren dann doch etwas mürbe gewordenen Barbour-Jacke hängen und hinterließ einen tiefen Riss.

Meine anfängliche Enttäuschung über den Verlust des langjährigen Wegbegleiters meines Mannes verflog sehr schnell, als mir die Bitte meiner Freundin wieder einfiel. Die erste viereggige Tasche war so gut wie genäht!